Ökumenische Hospizgruppe, Raum Oberndorf

Entstehung

Die Hospizgruppe in Oberndorf a. N. entstand im Jahr 2000 nach mehreren öffentlichen Vorträgen zum Thema „Sterben und Tod“ unter der Trägerschaft der evangelischen Kirchengemeinde Oberndorf und der katholischen Seelsorgeeinheit Raum Oberndorf in Kooperation mit der Sozialstation Raum Oberndorf gGmbH. Mit der Leitung wurde Frau Betty Schnebele beauftragt.

2008 formierte sich unter dem Dach der Hospizgruppe der Arbeitskreis Trauerbegleitung. Diesen leitet Gaby Schmidt.

Betty Schnebele wurde 2012 mit großem Dank für die geleistete Pionierarbeit aus dem Hospizdienst verabschiedet. Ihr folgte Ilona Wössner nach.

Trägerkreis

Vertreter der  drei Träger der ökumenisch ausgerichteten Hospizgruppe bilden den Trägerkreis. Dieser überwacht die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben, die inhaltliche Ausrichtung der Hospizarbeit und die Finanzen. Die Hospizgruppe verfolgt ausschließlich und unmittelbar mildtätige und gemeinnützige Zwecke.

Aufgaben und Ziele

In der ambulanten Hospizarbeit der Oberndorfer Hospizgruppe setzen sich ehrenamtlich tätige Begleiterinnen und Begleiter für die Hospizidee ein.

Sie besuchen und begleiten schwer kranke und sterbende Menschen und deren Angehörige.  Deren Alter, Geschlecht, Krankheit, sozialer Status, Religionszugehörigkeit oder Weltanschauung sowie Staatsangehörigkeit spielen dabei keine Rolle. Die Begleiter besuchen den Betroffenen in seiner gewohnten Umgebung zuhause, im  Alten- oder Pflegeheim oder im Krankenhaus. Nach Möglichkeit unterstützen sie den Grundgedanken, den Patienten in seinem vertrauten Umfeld zu lassen.

Die  Hospizgruppe sieht sich den christlichen Grundwerten verpflichtet. Niemandem wird eine religiöse Überzeugung aufgezwungen. Diese wird aber nicht verleugnet, wenn danach gefragt wird.

Die Begleiterinnen und Begleiter nehmen Anteil  am Leben der schwer kranken und sterbenden Menschen und bemühen sich, ihnen die in ihrer Situation bestmögliche Lebensqualität zukommen zu lassen. Das heißt, sie gehen auf die Wünsche und Bedürfnisse ein, die aus der Lebensgeschichte und Weltanschauung der Einzelnen erwachsen sind und unterstützen die Betroffenen in der Verwirklichung ihrer Wünsche und Bedürfnisse. Sie setzen sich für eine weitgehende Linderung der Schmerzen ein, lehnen jedoch eine aktive Sterbehilfe ab.

  • Sie sind der Schweigepflicht unterworfen
  • Sie kommen zu Gesprächen, zum Zuhören, um die Hand zu halten.
  • Sie wollen da sein, vorlesen, gemeinsam Musik hören, beten, schweigen,
  • Sie kommen, wenn sich die Betroffenen einsam, allein und verlassen fühlen.
  • Sie können Angehörige und Freunde nicht ersetzen. Aber sie können diesen ebenfalls Ansprechpartner sein und sie entlasten.

Die Begleiterinnen und Begleiter verrichten keine pflegerischen oder hauswirtschaftlichen Tätigkeiten. Zur optimalen Versorgung des Patienten arbeiten sie deshalb mit ambulanten Pflegediensten, Hausärzten, Pflegeeinrichtungen, Seelsorgern und Sozialarbeitern zusammen.

Der Dienst ist kostenlos und steht jedem auf Wunsch zu Verfügung.

Hospizbegleiter/innen

Zur Ökumenischen Hospizgruppe Raum Oberndorf gehören Frauen und Männern unterschiedlichen Alters und Berufsstandes.

Sie treffen sich regelmäßig, gewöhnlich einmal im Monat, tauschen sich aus und unterstützen sich gegenseitig. Bei den Treffen besprechen sie Organisatorisches und profitieren von Vorträgen und Fortbildungen, um die Qualität der Einsätze ständig zu verbessern.

Geleitet und koordiniert wird die Arbeit durch die Einsatzleiterin. Diese führt auch die Erstgespräche mit den Patienten oder deren Angehörigen und wählt geeignete Mitarbeiter für den jeweiligen Einsatz aus.

Eine aktive und qualifizierte Mitarbeit in der Hospizgruppe setzt eine Grundausbildung an vier bis fünf Wochenenden voraus. In der Regel wird diese Ausbildung beim katholischen Bildungswerk Rottweil oder in Seminaren von Gudrun Theurer in Kooperation mit dem Oberlinhaus in Freudenstadt angeboten. Die Inhalte der Basisausbildung sind:

  • Selbsterfahrung
  • eigene Auseinandersetzung mit Sterben, Tod , Abschied ,Trauer
  • der Tod aus religiöser, medizinischer und juristischer Sicht
  • Informationen über pflegerische Maßnahmen
  • Vorträge über Palliativmedizin, Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht und Betreuungsverfügung
  • Gesprächsführung

Die ehrenamtlichen Hospizbegleiterinnen und -begleiter werden nach der Basisausbildung stetig in Seminaren, Vorträgen und Supervisionen geschult und unterstützt, um stets eine verständnisvolle Begleitung zu bieten.

Weitere Informationen finden Sie im Informationsblatt Ökumenische Hospizgruppe (PDF) Flyer "Hospizgruppe"

Direkter Kontakt:

Leitung der Ökumenischen Hospizgruppe Raum Oberndorf
Anne Heinzelmann
Tel.: 0151 171 39 509
Email: hospiz@sozialstation-oberndorf.de

Trauerbegleitung

Begleitung in der Trauer: ein offenes Angebot der Ökumenischen Hospizgruppe Raum Oberndorf a. N.

Aus den Erfahrungen der Hospizhelferinnen und -helfer entstand der Wunsch, den Hinterbliebenen Begleitung in ihrer Trauer anzubieten. Denn der Abschied von einem nahestehenden Menschen ist eine sehr schmerzhafte Erfahrung. Es kann in solch einer Situation gut tun, anderen Trauernden zu begegnen, sich mit ihnen auszutauschen, Erfahrungen und Empfindungen zu äußern.

Genau wie bei den Hospizhelfern nehmen Trauerbegleiterinnen und -begleiter nur mit entsprechender Schulung, Fortbildung und Supervision ihre Arbeit auf. Sie unterliegen der absoluten Schweigepflicht.

Jeden ersten Samstag im Monat (außer im August) bietet die Hospizgruppe im Gemeindehaus Quelle in Winzeln direkt neben der katholischen Kirche  in der Ortsmitte

von 15 bis 17 Uhr die Gelegenheit, in einem geschützten Raum still dabei zu sein oder sich mitzuteilen.

Darüber hinaus finden im Jahr drei offene Trauerandachten abwechselnd in der Evangelischen Stadtkirche Oberndorf oder in der Dreifaltigkeitskirche Oberndorf-Lindenhof statt.

Auf Wunsch sind auch Einzelbegleitungen möglich.

Weitere Informationen finden Sie im Informationsblatt Trauerbegleitung (PDF)  Flyer "Trauerbegleitung"

Direkter Kontakt:

Leitung der Trauerbegleitung
Gaby Schmidt
Tel.: 0160 97879067