Von der Wohnstube zum Dienstleistungsbetrieb

In den siebziger Jahren…

web-gesch-1970er…des vergangenen Jahrhunderts steigt der Bedarf professioneller häuslicher Pflege in den Gemeinden stark an, -vielerorts auch begründet durch den Rückzug kirchlicher Ordensschwestern aus der Gemeindekrankenpflege. Kirchen und Kommunen reagieren mit der Gründung von Sozialstationen auf die bestehenden Defizite.

Am 14.06.1978…

…beschließen die Kooperationspartner die Gründung der Sozialstation Raum Oberndorf durch Abschluss eines Kooperationsvertrags.

Träger der Sozialstation ist die Evangelische Kirchengemeinde Oberndorf. Kooperationspartner sind die die Evangelische Kirchengemeinde Aistaig, die Stadt Oberndorf, die Gemeinde Fluorn-Winzeln und die katholischen Kirchengemeinden Oberndorf, Bochingen, Hochmössingen und Epfendorf.

Am 01.08.1978 desselben Jahres…

…nehmen neben Geschäftsführer und Einsatzleitern neun Pflegekräfte ihren Dienst für die Sozialstation, Kranken- und Altenpflege sowie die Haus- und Familienpflege auf. Im Jahr darauf entsteht die Nachbarschaftshilfe. Sie betreut Kunden vor allem im hauswirtschaftlichen Bereich. Die Einsatzleiterinnen koordinieren die Dienste vom eigenen Wohnzimmer aus.

Bis Anfang der neunziger Jahre…

…bleibt die Teilung der Dienstbereiche bei der Sozialstation bestehen; Geschäftsführer ist der Kirchenpfleger in Schramberg. Das ändert sich 1993 mit der Einführung einer Pflegedienstleitung und deren Einzug ins Dietrich-Bonhoeffer-Haus in Oberndorf. Die Organisation des kompletten Angebots der Sozialstation liegt ab dann in den Händen der Einsatzleiter für den Pflegedienst und die Nachbarschaftshilfe. Zwei Jahre später zieht auch die Verwaltung hier ein.

web-gesch-1995erMitte der neunziger Jahre…

…wird deutlich, dass die Sozialstation in ihrer Struktur den Anforderungen moderner Pflege und Betreuung nicht mehr genügt. Durch die Einführung der Pflegeversicherung 1995 wird der Bereich Nachbarschaftshilfe gestärkt, vor allem die hauswirtschaftliche Versorgung erlebt einen Aufschwung.

Der Gründung der Sozialstation Raum Oberndorf a. N. als gemeinnützige GmbH im Jahr 1996 durch die damals alleinigen Gesellschafter, der Evangelische Kirchengemeinde Oberndorf a. N. und der Evangelische Kirchengemeinde Aistaig folgen Gespräche mit den Kooperationspartnern über eine Neuausrichtung der Geschäftsführung der Station.

Drei Jahre später, am 03.09.1999, …

…erfolgt die Neugründung der Sozialstation Raum Oberndorf a. N. gGmbH. Gesellschafter sind nun die evangelische und katholische Kirchengemeinde Oberndorf, erstere als Hauptgesellschafter, die Stadt Oberndorf am Neckar und die Gemeinden Epfendorf und Fluorn-Winzeln. Damit einher geht der Umzug in die neuen Büroräume in der Neckarstraße in Oberndorf.

Nach der Jahrtausendwende…

…wächst die Sozialstation unaufhörlich weiter, wird zum Spezialisten für häusliche Kranken- und Altenpflege im Raum Oberndorf. 2006 lässt sie ihre Arbeit erstmals vom Institut für Qualitätskennzeichnung von sozialen Dienstleistungen (IQD) in Filderstadt bewerten. Der ersten Zertifizierung folgen weitere in den Folgejahren.

2008…

…werden die Räume in der Neckarstraße zu eng. Die Sozialstation zieht in die neu erbauten eigenen Büroräume in der Pfalzstraße 1 in Oberndorf um. Doch auch dort reicht der Platz bald nicht mehr aus. Drei Jahre später versorgt die Sozialstation unter der Leitung von Andreas Bronner fast 500 Patienten in einem 120 km² großen Einzugsgebiet. Sie zählt knapp 80 Mitarbeiter; die meisten davon arbeiten in Teilzeit. Der zunehmende Bedarf an Dienstleistungen stellt wachsende Ansprüche an die Organisation. Bronner strukturiert die Abläufe komplett neu.

2010…

…führt die Sozialstation Raum Oberndorf in Kooperation mit dem Hausnotrufdient Freiburg einen Hausnotrufdienst in ihr Portfolio ein und betreut mittlerweile über 100 Klienten mit einem Hausnotrufanschluss.

2012…

…erhält die Sozialstation Raum Oberndorf ein neues Erscheinungsbild: Dazu gehören der zeitgemäße Internetauftritt sowie Informationsmaterial, Beschilderung, Auto-Beschriftung und Berufskleidung in einheitlichem Design.

2013…

…führt die Sozialstation Raum Oberndorf in Kooperation mit dem SRH Krankenhaus einen Mobilen Menü-Service in ihr Portfolio ein und versorgt mittlerweile über 100 Klienten täglich an 365 Tagen im Jahr mit einem warmen und frisch gekochten Essen aus der Küche des SRH Krankenhauses Oberndorf a. N.

Im Mai 2014…

…zieht die Sozialstation erneut um. Dieses Mal in die ehemaligen Verlagsräume des Schwarzwälder Boten in die Kirchtorstraße 12. Von dort aus können die inzwischen fast 700 Kunden optimal betreut und versorgt werden.